Die Steirischen Gärtner
und Baumschulen
- Der Steiermärkische Gartenbauverband

GESCHICHTE

WER STEHT DAHINTER
MITGLIED WERDEN


Die Geschichte des Steiermärkischen Gartenbauverbandes:

1945 wurde unter ÖR Karl Elsnegg (Obmann von 1945 bis 1951) der Steiermärkische Gartenbauverband gegründet. Dem Verband fiel damals die schwierige Aufgabe zu, den total am Boden liegenden und durch die vielen Bomben - auch Elsneggs Betrieb wurde durch alliierte Fliegerbomben getroffen - zerstörten Gartenbaubetrieben Hilfestellung zu gewähren, neue Strukturen aufzubauen, gleichzeitig aber auch die damals besonders lebenswichtige Gemüseproduktion in der Steiermark in Gang zu setzen. 1951 wurde ÖR Elsnegg von ÖR Josef Oliva (Obmann von 1951 bis 1969) abgelöst.

In diese Zeit fällt der Beginn der aktiven Beteiligung der Abteilung Gartenbau der Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft in Steiermark, dessen damaliger Kammeramtsdirektor Hofrat Dr. Otto Holzinger dem Gartenbau sehr wohlwollend gegenüber stand und es ermöglichte, den Gartenbau zu modernisieren und ihm in der Öffentlichkeit den gebührenden Stellenwert zu verschaffen. Gartenbaudirektor Dipl.-Ing. Walter Schmidt, Leiter der Gartenbauabteilung von 1948 bis 1978 und Geschäftsführer des Gartenbauverbandes, war es, der den steirischen Gärtnern den Zugang zu den vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft in Aussicht gestellten 50%igen Zinszuschüssen zu den Agrarinvestitionskrediten (AIK) ermöglichte. In seine Amtszeit fällt auch die 1962 erfolgte Gründung der Steirischen Gartenbaugenossenschaft (Steirische Blumenbörse), damals noch mit dem Sitz in der Kindermanngasse 8, die als Ziel einen Beratungsdienst für die Gärtner, die Versorgung der Gärtner und Floristen mit Betriebsmitteln, Bodenuntersuchungen, Kesselreinigung, Dämpfung von Böden und Komposten und die genossenschaftliche Vermarktung von Blumen und Zierpflanzen hatte

Am selben Ort hatte später auch die Österreichische Genossenschaft des landwirtschaftlichen Erwerbsgartenbaues ihren Sitz, die den Gärtnern die notwendigen Betriebsmittel zur Verfügung stellte. 1969 übernahm ÖR Ing. Helmut Rauch (Obmann von 1969 bis 1991) die Geschäfte im Steiermärkischen Gartenbauverband, er führte den Verband durch die Zeit der extremen Spezialisierung in einzelne Betriebszweige und der extremen technischen Neuerungen.
Von 1978 bis 1996 stand Gartenbaudirektor Dipl.-Ing. Dr. Ekkehard Müller als Leiter der Gartenbauabteilung dem Gartenbauverband als Geschäftsführer zur Verfügung. Nach dem Tod von ÖR Rauch folgte ihm ÖR Hans Gran (Obmann ab 1991) in der Obmannfunktion. In seine Amtszeit fällt der Neubau des steirischen Gartenbauzentrums in der Großmarktstraße am Gelände des ehemaligen Schlachthofes, wo nun Blumenbörse, Gemüsegroßmarkt, die Genossenschaft des landwirtschaftlichen Erwerbsgartenbaues und die Gartenbauabteilung der Landeskammer eine dauernde Bleibe gefunden haben.
In diese Zeit fällt auch die Umkehrung der in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts eingeleiteten Spezialisierung: Heute umfasst der Steiermärkische Gartenbauverband, der sich seit der Jahreshauptversammlung vom 13. Jänner 2000 "Steirische Gärtner und Baumschulen" nennt, etwa 230 Mitglieder - bei weitem nicht alle Betriebe der Steiermark sind allerdings im Verband organisiert -, die überwiegend als Endverkaufsbetriebe einzustufen sind, nur wenige Betriebe liefern an den Großhandel und verzichten auf den Verkauf an den Letztverbraucher.Diese Art der Vermarktung ist zwar sehr personalintensiv, ermöglicht aber, zusammen mit der angebotenen Dienstleistung in unterschiedlichsten Bereichen, den Betrieben einen Bestand am Markt und das Verbleiben im Vollerwerb.